ZSK mit auswechselbarem Verfahrensteil und in zusätzlicher Baugröße
Stuttgart, im August 2002.- Eine besonders für Labor, Entwicklung und Kleinmengenproduktion interessante Neuheit präsentiert die Coperion Werner & Pfleiderer GmbH & Co. KG, Stuttgart, während der Fakuma (15. bis 19. Oktober 2002 in Friedrichshafen) auf ihrem Stand 5038 in Halle A 5: Erstmals ist ein zweiwelliger Schneckenkneter (ZSK) mit zwei Verfahrenseinheiten ausgerüstet, die für unterschiedliche verfahrenstechnische Aufgaben optimiert sind und die sich in nur etwa 60 min leicht auswechseln lassen.
Das Verfahrensteil ZSK 32 MEGAcompounder mit 32 mm Schneckendurchmesser eignet sich für Aufbereitungs- und Compoundierprozesse, die hohe Energieeinleitung, hohe Scherung und hohes Drehmoment erfordern.
as Verfahrensteil ZSK 34 MEGAvolume ist ausgelegt für das Aufbereiten von voluminösen Ausgangsprodukten mit niedriger Schüttdichte und für Prozesse mit relativ geringem Energiebedarf sowie für Aufbereitungsaufgaben mit größerem Verweilzeitbedarf.
Beim neuen Compoundierextruder ZSK 32 Mc / 34 Mv arbeiten die beiden Verfahrensteile mit unterschiedlichem Drehmoment. Trotzdem sind nur ein Antriebsmotor, ein Getriebe und eine Schaltanlage erforderlich. Zur Drehmoment-Regelung ist als einzige Abweichung von der Standardbauweise eine pneumatische Kupplung mit elektronischer Überwachung in den Antrieb integriert. Besonders interessant ist dieser Extruder im Hinblick auf die Investitionskosten, denn er bietet für einen moderaten Mehrpreis eine verfahrenstechnische Bandbreite, für deren Nutzung bisher zwei verschiedene Maschinen erforderlich waren. Er lässt sich daher in der Produkt- und Verfahrensentwicklung ebenso kostengünstig und effizient einsetzen, wie bei der Produktion von Kleinmengen.
Der erste ZSK 32 Mc / 34 Mv ist als Sonderausstattung in explosionsgeschützter Ausführung gebaut. Er wurde an die Bayer AG Technology Services (Hochviskos- und Polymerverfahrenstechnik) in Leverkusen verkauft. Dort beschäftigt man sich schwerpunktmäßig mit der Modellierung, Auslegung und dem Scale-up von Compoundier- und Aufbereitungsprozessen für Polymere. Die Zweiwellen-Technologie findet ihre Ursprünge in einer Bayer-Erfindung von R. Erdmenger aus den 50er Jahren mit Werner & Pfleiderer als Lizenznehmer.
Als zusätzliches Highlight stellt der ZSK 32 Mc eine neue MEGAcompounder-Baugröße dar. Sie schließt die relativ große Durchsatzlücke, die zwischen dem Laborextruder ZSK 25 WLE und der bisher kleinsten Produktionsmaschine, dem ZSK 40 Mc, bestand. Diese vom Markt bereits intensiv nachgefragte Größe ist normalerweise in der Compact-Version ausgeführt, also komplett auf einer Grundplatte montiert und anschlussfertig verdrahtet. In dieser Version, bei der die Zeit für die Inbetriebnahme auf ein bis zwei Tage reduziert ist, ist auch der ZSK 34 MEGAvolume erhältlich.
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