Pneumatische Pulverpumpe Typ MONO FLOW
In vielen Bereichen der Industrie ist es notwendig, Komponenten eines angestrebten Prozessgemisches aus Standardgebinden dosiert, gezielt und staubfrei in einen oder mehreren Reaktoren zu transportieren. Zu diesem Zweck wurde von GEL Verfahrenstechnik das so genannte Kleinkomponenten-Fördersystem MONO FLOW entwickelt.
Das System besteht aus drei Hauptkomponenten: die Sackentleerstation, der Saug-Druck-Einheit mit Filterelement sowie der 4-Wege-Quetschventilweiche. Als Hilfsenergien werden Vakuum, Druckluft sowie Elektroenergie benötigt. Der Funktionsablauf wird nachfolgend vereinfacht beschrieben:
Die Förderung erfolgt taktweise in den Reaktor. die Menge eines Taktes kann durch das Volumen des Saug-Druck-Behälters festgelegt werden.
Die Gebinde mit dem pulverförmigen Produkt, hier Aktivkohle im Papiersack, werden vom Bediener in der Sackentleerstation platziert. Die Klappe der Sackentleerstation wird verschlossen und der Papiersack durch die Eingriffhandschuhe geöffnet und entleert. Das Produkt fällt in den Sammeltrichter, der Papiersack kann seitlich durch den Papierabwurfschacht entfernt werden. Der Trichter ist füllstandsüberwacht.
Der Saug-Druck-Behälter des Systems wird durch das Filterelement mit Vakuum beaufschlagt. Dadurch wird Produkt aus dem Sammeltrichter der Sackentleerstation in den Saug-Druck-Behälter gesaugt. Die benötigte Förderluft wird durch eine Bypass-Leitung aus der Sackentleerstation entnommen, welche wiederum durch ein Filter von aussen nachströmen kann. Nach Erreichen des Nennvolumens im Saug-Druck-Behälter spricht dort der MAX-Füllstand an, schliesst die Vakuumleitung sowie die Förderleitung zum Sammeltrichter. Es wird nun auf den Saug-Druck-Behälter wiederum durch das Filterelement Überdruck gegeben, was zum einen das Filterelement abreinigt und zum anderen als Förderdruck für die Förderung des Produktes vom Saug-Druck-Behälter benötigt wird. Es wird dann die gewünschte Linie in der 4-Wege Weiche freigegeben und das Produkt wird aus dem Saug-Druck-Behälter in den gewünschten Reaktor gedrückt. Der Reaktor sollte mit einer Entlüftung ausgerüstet sein, um einen zwangsläufig entstehenden Überdruck zu entlasten. Der Zyklus kann nun so oft wiederholt werden, bis die gewünschte Menge Produkt im Reaktor erreicht ist.
Das System MONO FLOW wird überwiegend im Pharma- und Food-Bereich eingesetzt, ist aber auch in weiteren Bereichen der Industrie erfolgreich. Das System wird grundsätzlich den Anforderungen des Betreibers angepasst um optimale Leistung zu erreichen. Es sind Optionen wie Vakuumerzeugung, Drucklufterzeugung, Entstaubung, ATEX-Ausführung etc. verfügbar.
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