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Zerkleinern - Unterteilung der Maschinen nach Beanspruchungsmechanismen
Je nach Beanspruchungsmechanismen sind Zerkleinerungsmaschinen für die unterschiedlichsten Anforderungen entstanden. Diese Beanspruchungmechanismen stehen immer in engem Zusammenhang mit dem Bruchverhalten des Ausganggutes..
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Beanspruchung durch Druck
Beanspruchung zwischen zwei Feststoffoberflächen, die entweder direkt die Flächen der Mahlwerkzeuge darstellen, oder die Flächen benachbarter Teilchen sein können. Die Beanspruchungsflächen können sich frontal oder tangential aufeinander zu bewegen und so den erforderlichen Druck ausüben.
Beispiel: Backenbrecher, Kniehebelbrecher.
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Beanspruchung durch Prallwirkung
Beanspruchung an einer Feststoffoberfläche. Sie kann entweder die eines Mahlwerkzeuges sein, oder durch andere Partikel dargestellt werden. Eine Prallbeanspruchung wird überwiegend durch einseitige und gegenseitige Teilchenbeschleunigung, bedingt durch die kinetische Energie der Relativbewegung, verursacht.
Beispiel: Prallmühlen, Prallbrecher, Hammerbrecher, Hammermühlen, Strahlmühlen.
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Beanspruchung durch Druck und Reibung
Beanspruchung zwischen zwei Feststoffoberflächen. Hervorgerufen durch vertikalen Druck der einen Fläche und gleichzeitige horizontale, zentrische oder exzentrische Kreisbewegung der anderen Fläche.
Beispiel: Walzenbrecher, Wälzmühlen, Handmörser, Reibschalen, Mörsermühlen.
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Beanspruchung durch Scherwirkung
Beanspruchung zwischen zwei oder mehreren Feststoffoberflächen durch Schereffekte. Die Zerkleinerung wird ausgelöst durch zwei sich gegeneinander bewegende Flächen oder eine bewegliche und eine feststehende Fläche. Zusätzliche Prall- und Schlagwirkung möglich.
Beispiel: Scherwirkung zwischen Ringsieb und Rotor bei Schlagrotormühlen, Schlagkreuzmühlen, Ultrazentrifugalmühlen, u.a.
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Beanspruchung durch Schneidwirkung
Beanspruchung zwischen zwei oder mehreren scharfkantigen Flächen. Die Schneiden wirken senkrecht gegeneinander. In vielen Fällen eine feststehende und eine bewegliche Schneidkante.
Beispiel: Shredder, Schneidmühlen, u.a.
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Beanspruchung durch ein umgebendes Medium
Die Beanspruchung durch das umgebende Medium, Gas oder Flüssigkeit, ist mit hohen Schergefällen nur bei geringen Materialfestigkeiten wirksam, wie z.B. bei Agglomerationen oder Materialien mit niedrigen Härtegraden < 3 nach Mohs. Die Desagglomeration in hochviskosen Medien stellt ein typisches Anwendungsgebiet dar.
Beispiel: Kolloidmühlen, Hochdruckhomogenisatoren u.a. |
Quelle: Helmut Pitsch, Retsch Anwendungstechnik
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