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Agglomerieren
Agglomerieren dient als Oberbegriffe für die Verfahren der mechanischen Kornvergrößerung und meint das Zusammenlagern und Aneinanderbinden von feindispersen festen Primärpartikeln zu größeren Teilchenverbänden, den Agglomeraten.
Granulieren - d.h. körnig machen wird häufig als Synonym für Agglomerieren verwendet.
Agglomerationsprozesse ermöglichen eine gezielte Einstellung der Produkteigenschaften von Schüttgütern. So kann beispielsweise das Produkthandling durch eine gute Rieselfähigkeit oder einen verringerten Staubanteil im Schüttgut wesentlich verbessert werden. Das ist neben dem Aspekt der Produktoptimierung auch wichtig für die Prozesssicherheit.
Aber auch Eigenschaften wie Auflöseverhalten, Granulatgröße, -form und -festigkeit sowie Lagerstabilität oder Abriebstabilität lassen sich definiert beeinflussen.
Man unterscheidet folgende Agglomeriertechniken:
Aufbauagglomeration
Aufbauagglomeration ist ein Verfahren des Feuchtgranulieren, bei dem das Pulver mit der geeigneten Flüssigkeitsmenge so gemischt wird, dass sich kapillare Bindungen zwischen den Partikeln bilden können.
Einzelne Partikel oder schon gebildete kleine Agglomerate werden durch Relativbewegung und Befeuchtung mit dem gewählten Bindemittel aneinander angelagert. Durch diese Relativbewegung kommt es zu einem Wechselspiel zwischen den Haftkräften und den Trennkräften (z.B. durch Stoßen und Reiben).
Zur Agglomeration kommt es dann, wenn die Haftkräfte größer als die Trennkräfte aufgrund der Beanspruchung sind.
Die wichtigsten technischen Verfahren der Aufbauagglomeration sind:
Pressagglomeration
Bei der Pressagglomeration werden durch Presswerkzeuge äußere Kräfte auf die Partikel einer trockenen Schüttung ausgeübt, so dass viele Kontakte mit geringen Kontaktabständen gebildet werden.
Möglichkeiten der Pressaglomeration:
Kompression durch Stempelpressen oder Wälzdruckmaschinen, wo entweder Stempel und Matrize oder gegenläufige Walzen den Druck auf die Partikel ausüben.
Extrusion durch Strangpressen bzw. Lochpressen, wo Stempelkraft und Wandreibung im verengten Verdichtungskanal als Reaktionskraft dienen. |