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CIP CIP Hurra!
CIP-Reinigungstechnik von Pfaudler


Die CIP-Reinigung (CIP= Clean in Place), also das Reinigen einer verfahrenstechnischen Anlage ohne deren Demontage, gewinnt heute immer mehr an Bedeutung. Konnte man sich früher noch längere Anlagenstillstände wegen Reinigungsarbeiten leisten, so ist heute eine hohe Anlagenverfügbarkeit bei häufigen Produktwechseln unabdingbar. Und dies nicht nur in der Produktion von pharmazeutischen Wirkstoffen. Auch die chemische Industrie verlangt immer mehr nach effizienten Lösungen zur Reinigung von Apparaten und Anlagen.
Pfaudler bietet technische Lösungen an, mit deren Hilfe die CIP-Reinigung emaillierter Apparate, insbesondere die Reinigung von Rührbehältern, schnell und gründlich durchgeführt werden kann. Daneben bieten die zum Einsatz kommenden Komponenten noch zusätzliche Nutzenaspekte, die weit über das Verbessern der Reinigung des Apparates hinausgehen.

1 Der Pfaudler CIPring: Mit Rotation zum Erfolg
Mit dem CIPring bietet Pfaudler eine einfache Möglichkeit, auch die "kritischen" Zonen eines emaillierten Behälters gut zu reinigen: die Stutzenhälse. Aufgrund der Anforderungen der Emaillierung sind Stutzen bei emaillierten Apparaten immer ausgehalst und damit relativ lang. Befinden sich zudem Einbauteile wie beispielsweise Tauchrohre oder Stromstörer, bilden Stutzenhals und Einbauteil eine schwer zugängliche Geometrie. Anbackungen und Produktrückstände lassen sich aus diesem engen Spalt nur schwer oder überhaupt nicht entfernen.
Der CIPring ist ein ringförmiges, innen emailliertes Bauteil, beschichtet mit dem hochbeständigen Pfaudler Pharmaglass. Der Ring wird in den Nenndurchmessern ab DN 65 bis zu DN 400 angefertigt. Er besitzt einen tangential angeordneten Stutzen DN 25, durch den eine Spülflüssigkeit tangential eingeleitet werden kann. Die sich einstellende hochkinetische Rotationsströmung sorgt für ein sicheres Abreinigen der Verschmutzung im Stutzenhals und, ausreichenden Durchfluss vorausgesetzt, auch am Einbauteil selbst.
Die Abbildung 1 zeigt in einem CAD-Modell den unter einem C-Stromstörer eingebauten CIPRing. Zu erkennen ist der tangential angeordnete Anschlussstutzen, der eine optimale Durchströmung des Stutzenhalses mit Einbauteil ermöglicht.


Abbildung 1: CIPRing unter einem C-Stromstörer

Eine weitere Anwendung des CIPringes ist in Abbildung 2 gezeigt. Hier ist der CIPring kein Reinigungsstutzen, sondern wird zum Anbau eines Druckmessumformers verwendet. Der Anschluss DN 25 ist für solche Anwendungen gut geeignet. Ohne einen zusätzlichen Behälterstutzen zu belegen, kann so auch nachträglich Platz auf dem oberen Boden des Rührbehälters geschaffen werden. Selbstverständlich können beide Funktionen, also Reingungsanschluss und Anschluss für die Druckmessung über ein T-Stück auf einen CIPRing kombiniert werden.


Abbildung 2: CIPRing als Anschluss für einen Druckmessumformer

2 CIP-Lanze auf Fillook Multiport
Der Fillook Multiport ist ein multifunktionaler Mannlochdeckel von Pfaudler. Der Deckel, verfügbar in den Nennweiten DN 500 und DN 600 verfügt über einen Schnellöffnungsdeckel DN 150 mit einem Schauglas DN 100, einem zweiten Schauglas DN 100, beispielsweise für das Montieren einer Schauglasleuchte und über zwei weitere Stutzen DN 50, oberhalb und unterhalb des Beleuchtungsschauglases.
Die Stutzen DN 50 können natürlich für eine Vielzahl von Anwendungen genutzt werden. Zum Beispiel zum Einbau von Messsonden, Druckmessumformern, zum Befüllen oder zum Impfen von Behälterinhalten. Oder aber zum Einbau von fest installierten CIP-Lanzen, ohne einen Behälterstutzen zu belegen. Abbildung 3 zeigt eine solche Anwendung. Ohne die Funktion des Mannlochdeckels oder des Schnellöffnungsdeckels zu beeinflussen, wurde in einen der beiden Stutzen eine Sprühlanze aus PTFE mit einer rotierenden Sprühkugel mit 360° Sprühbild eingebaut. Diese Sprühlanze kann so lang ausgeführt werden, wie es erforderlich ist, um sogar den besonders schwer reinigbaren Rührwerkstutzen sicher zu erreichen.


Abbildung 3: Pfaudler Fillook Multiport mit fest eingebauter Reinigungslanze aus PTFE zur Reinigung des oberen Bodens und des Rührwerkstutzens


3 Portable CIP-Lanze für den Fillook
In manchen Fällen ist eine im Rührbehälter verbleibende Reinigungslanze nicht erwünscht oder erforderlich. Für diesen Fall bietet Pfaudler eine standardisierte Reinigungslanze zum Aufsetzen auf den Schnellöffnungsdeckel Fillook an. Die Lanze gibt es in zwei Ausführungsformen: Zum einen als Lanze aus PVDF mit einer rotierenden oder statischen Sprühkugel am Ende der Lanze. Diese Ausführung hat eine fixe Länge, die bei Bestellung anzugeben und festzulegen ist. Eine zweite Ausführung besteht aus einer Klemmeinheit und einem darin fixierten Rohr aus Edelstahl. Die Klemmeinheit erlaubt es, das Rohr beliebig weit in den Behälter einzufahren und dann zu fixieren. Damit ist eine größtmögliche Flexibilität erreichbar. Für diese Ausführung sind weitestgehend beliebige Sprühköpfe namhafter Hersteller verwendbar.


Abbildung 4: Pfaudler Fillook mit demontierbarer Reinigungslanze aus PVDF

4 Reinigungsvalidierung
In besonderen Fällen kann auch im Herstellerwerk eine Reinigungsvalidierung erfolgen. Dies ist zum Beispiel dann erforderlich, wenn Reinigungsparameter ausgetestet und festgelegt werden müssen. Dazu hat sich der so genannte "Riboflavin?Test" bewährt. Zunächst wird der Rührbehälter mit einer Lösung aus Wasser und Riboflavin (5% Riboflavin, d.i. Vitamin B12) "kontaminiert", d.h. umfassend verschmutzt. Dazu wird zweckmäßig eine Sprühlanze verwendet. Danach werden die zuvor definierten Reinigungsschritte sowie die festgelegten Randbedingungen abgefahren. Anschließend kann das Ergebnis der Reinigungsschritte begutachtet werden. Riboflavin flouresziert unter Bestrahlung mit UV-Licht. Damit ist es möglich, auch in schlecht ausgeleuchteten Ecken und in Hinterschneidungen Reste und Ablagerungen festzustellen.


Abbildung 5: Rührbehälter BE 630, verunreinigt mit Riboflavin-Lösung. Anschließend Überprüfung des Floureszenz-Effektes mit einer UV-Licht-Lampe; ganz rechts der gereinigte Behälter

 

 

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