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16/03/2006

Formen, Füllen, Verschließen und M E H R

Ob „inline“-Dekorsystem oder aseptische Verpackung: Wer innovative Form-, Füll- und Verschließmaschinen für Becher und StickPack sucht, ist bei Hassia Verpackungsmaschinen GmbH, Ranstadt, einer Gesellschaft der IWKA Packaging, genau richtig. Das gilt für die Molkerei- oder Nahrungsmittel-Industrie genauso wie für den Pharma- oder Kosmetik-Markt.
Seit über 50 Jahren ist das Unternehmen Vorreiter in der deutschen Verpackungs-industrie. Viele der heute gängigen Verpackungen haben hier ihren Ursprung, wie etwa der Portionsbecher für Konfitüre, das Erfrischungstuch, der Doppelkammer-Becher — und nicht zuletzt der StickPack, ein schmaler, schlauchförmiger Beutel, der sich durch den Verzehr von der Hand direkt in den Mund auszeichnet.

Bei der Umsetzung der Entwicklungen und Innovationen hat HASSIA konsequent ein Ziel im Auge: eine anwendergerechte, individuelle technische Lösung zu erarbeiten, die als Endprodukt höchste Effizienz und Gewinnmaximierung für den Kunden erwirtschaftet.
Zu den aktuellen Forderungen der nationalen und internationalen Kunden zählen nicht nur die Qualitätssicherung hochempfindlicher Produkte, sondern auch — bedingt durch längere Distributionswege — der Wunsch nach verlängerter Lagerfähigkeit. Außerdem gewünscht: Flexibilität, Bedienerfreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit. Hassia erfüllt diese Investitionskriterien durch ausgereifte Technik bis hin zur Linienkompetenz.

Ein weiteres Beispiel für fachgerechte Innovation ist das Exponat POLYFLEX 8/48 zur ANUGA FoodTec 2006, Köln, das bereits durch das Maschinendesign auffällig ist und Interesse weckt. Mit Recht, denn diese Becher Form-, Füll- und Verschließ-anlage vereint mehrere Highlights. Angefangen beim Packstoff POLYPROPYLEN, der je nach Anwendung und Produkterfordernis als Mono- oder Multilayer-Folie verarbeitet werden kann. Mit einer auf die speziellen Belange dieses Packmittels abgestimmten Vorwärm-, und Tiefziehtechnik lassen sich Becher, Schalen und andere Behältnisse in unterschiedlichsten Formen und Größen exakt formen, unter Gewährleistung optimaler Wandstärkenverteilung. Die Becher werden mit ca. 25 Arbeitstakten pro Minute der Füllstation zugeführt. Dosieraggregate, die entsprechend der jeweiligen Produkterfordernisse ausgelegt sind, befüllen die Behältnisse mit flüssigen, pastösen, granulierten oder stückigen Füllgütern volumengenau. Adäquate Abschließvorrichtungen gewährleisten, dass unkontrolliertes Nachtropfen oder Nachrieseln ausgeschlossen ist. Im nächsten Arbeitsschritt wird eine Deckelfolie von der Rolle entnommen und rapportgenau dem Becherstrang zugeführt. Mit der Wahl einer entsprechenden Packstoffqualität sowie der präzisen Abstimmung von Siegeltemperatur, -druck und –zeit wird sowohl der hermetische Verschluss als auch das einfache Öffnen der Becher sichergestellt.
Im Ablauf gängiger FFS-Technologie würde im nächsten Schritt das Separieren der Becher aus dem Packungsstrang folgen. Doch hier kommt die nächste HASSIA-Innovation ins Bild – die Becherdekoration durch Sleeve.

Die entsprechend der Schrumpfeigenschaft des Sleevematerials bedruckte und zum Schlauch gelegte Folie wird durch einen Applikator von der Rolle entnommen, in einem Rapport entsprechend der Becherhöhe abgeschnitten. Der gespreizte
Folienschlauch wird einer Transfereinrichtung übergeben, zur Positionierung des Zuschnitts unterhalb der Becherbahn. Im Takt der Maschine werden die Sleeves mit einer Hubbewegung um die Becher gestülpt . Ein auf der Folieninnenseite applizierter Lack wird durch die Restwärme des Bechers aktiviert und gewähr-leistet die korrekte Positionierung am Becher während des Folientransports. Im nächsten Arbeitstakt wird der Sleeve durch Heißluftdüsen fixiert bevor der Becherstrang in eine mit Heißdampf beaufschlagte Kammer gelangt, in welcher der eigentliche Schrumpfprozess durchgeführt wird. Jetzt sind die gefüllten und verschlossenen Becher rundum faltenfrei dekoriert. Nach Durchlaufen einer Kühleinrichtung folgt das Ausstanzen aus dem Becherstrang zu Einzelpackungen, die über Sauger geordnet auf einem Band ausgetragen werden.

Die Integration der Packungsdekoration mittels Sleeve in den FFS-Prozess ist sicher ein geglückter Fortschritt in der Automatisierung. Und diese Errungenschaft hat gerade im Hinblick auf ökonomische Aspekte immense Auswirkungen. Betrachtet man die heutige Praxis, dann findet die Herstellung des Bechers oder der Schale am Standort „A“ statt. Es folgen Transport und Zwischenlagerung bevor am Standort „B“ der FS-Prozess stattfindet. Nach Vereinzelung, Transport und Drehen der Becher um 180° erfolgt ggf. in Position „C“ die Dekoration. Man betrachte das Transport- und Lager-Volumen vorgefertigter Becher im Vergleich zur Ausgangsbasis „Flachfolie“, ungeachtet des personellen Aufwands.

Daneben kann nicht außer Acht gelassen werden, dass mit der eingangs erwähnten PP-Folie zudem ein Packstoff einsetzbar ist, der in den Materialkosten gegenüber gängigen Thermoplasten ein signifikantes Sparpotential bietet. Auf der Basis identischer Packstoffe für Becher, Deckelfolie und Sleevematerial bringt der Einsatz des Systems POLYFLEX 8/48 eine Materialkostenersparnis bis zu 35%.

Technik und Kosten wurden damit beleuchtet, doch es gibt weitere Aspekte, die für dieses System sprechen. Die Optik des Bechers, der Schale. Der „inline Sleeve“ kreiert eine Verpackung, die optisch äußerst ansprechend, dekorativ und absolut
„eye-catching“ ist, also prädestiniert als Alleinstellungsmerkmal im Verkaufsregal.
Bei Gestaltung der Packungsform, die individuelle Wünsche oder produkt- oder anwenderbezogene Erfordernisse berücksichtigt, gibt es im Gegensatz zu Etikettierung oder Banderolierung nahezu keine Beschränkung. POLYFLEX bietet in unterschiedlichen Leistungsbereichen, bei Bedarf auch in aseptischer Ausführung, auf hohem technischen Niveau kundenorientierte, wirtschaftliche Lösungen.


Hassia Verpackungsmaschinen GmbH
ANUGA FoodTec - Halle 6, Stand L40/O49

 

 

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